Erfolgsgeschichte
Von der Selbstständigkeit zur Führungskraft: wenn Wachstum neue Verantwortung bringt
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Intro
Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit stand zunächst die fachliche Arbeit im Mittelpunkt. Der Wunsch, gute Arbeit zu leisten, Verantwortung für die eigenen Themen zu tragen und das Unternehmen aufzubauen, prägte den Alltag. Mit dem Wachstum des Unternehmens und den ersten Mitarbeitenden veränderte sich diese Situation jedoch grundlegend.
Aus der Selbstständigkeit wurde Führungsverantwortung. Neben der eigenen fachlichen Arbeit galt es plötzlich, Verantwortung für andere zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen, Qualität sicherzustellen und Orientierung zu geben. Aufgaben, die zuvor selbstverständlich allein erledigt wurden, sollten nun delegiert werden. Gleichzeitig wuchs der Anspruch, den Mitarbeitenden ein gutes Arbeitsumfeld zu bieten und Führung bewusst zu gestalten.
Dieser Übergang brachte neue Fragen und Unsicherheiten mit sich. Wie gelingt es, Verantwortung abzugeben, ohne den eigenen Anspruch an Qualität zu verlieren? Wie lässt sich Führung leben, ohne ständig zu kontrollieren? Und wie findet man in einer neuen Rolle Sicherheit, für die es keine klare Anleitung gibt?
In dieser Phase entstand der Wunsch nach Unterstützung. Nicht, um schnelle Lösungen präsentiert zu bekommen, sondern um die eigene Rolle zu reflektieren, Klarheit zu gewinnen und Führung Schritt für Schritt auf eine Weise zu entwickeln, die zur eigenen Persönlichkeit und zum Unternehmen passt.
„Ich habe die Zusammenarbeit zu Beginn als herausfordernd und stellenweise auch unbequem empfunden. Ich wurde mit meinen eigenen Unsicherheiten und Themen konfrontiert, anstatt einfach nur Lösungsvorschläge zu bekommen. Rückblickend war genau das jedoch das, was ich gebraucht habe. Erst dadurch wurde ein echter und nachhaltiger Wandel möglich.“

Ausgangslage
Mit dem Wachstum des Unternehmens und der zunehmenden Verantwortung für Mitarbeitende wurde deutlich, dass sich die Rolle der Geschäftsführung grundlegend verändert hatte. Die Geschäftsführerin hatte hohe Erwartungen an sich selbst. Fachlich wie menschlich. Verantwortung abzugeben fiel ihr schwer, nicht nur auf inhaltlicher, sondern auch auf emotionaler Ebene.
Der eigene Anspruch an Qualität war lange eng mit dem persönlichen Einsatz verbunden. Aufgaben und Entscheidungen aus der Hand zu geben, fühlte sich daher zunächst wie Risiko und Verlust an. Gleichzeitig war es ihr wichtig, eine gute Führungskraft zu sein. Eine, bei der sich Mitarbeitende wohlfühlen, Verantwortung übernehmen können und nicht das Gefühl haben, ständig kontrolliert zu werden.
Dieser innere Spagat zwischen Loslassen und hohem Verantwortungsgefühl wurde zunehmend herausfordernd. Hinzu kam die neue Rolle als Geschäftsführerin, für die es keine klaren Regeln gab. Erst im Laufe der Zeit wurde deutlich, dass Mitarbeitende unterschiedlich arbeiten, unterschiedliche Zugänge haben und dass es letztlich weniger darauf ankommt, wie ein Ziel erreicht wird, sondern dass es erreicht wird.
Die Kombination aus Wachstum, Unsicherheit und dem Wunsch, Führung bewusst und wertschätzend zu gestalten, führte zu der Erkenntnis, dass es für die nächsten Schritte neue Perspektiven und eine begleitende Reflexion brauchte.
„Ich konnte mich jederzeit melden und hatte nie das Gefühl, bewertet oder verurteilt zu werden, auch nicht bei Rückschritten. Stattdessen wurde geduldig weitergearbeitet und immer wieder Raum für Reflexion geschaffen. Besonders wertvoll war für mich, dass Veränderungen Zeit haben durften und auch positive Entwicklungen bewusst gespiegelt wurden.“

Unser Vorgehen
Change & Company begleitete die Geschäftsführerin im Rahmen einer individuellen Eins-zu-eins-Begleitung. Im Mittelpunkt stand zunächst das gemeinsame Verständnis für die aktuelle Situation: Wie hat sich der Arbeitsalltag verändert? Wo entstehen Reibungen? Und welche Anforderungen bringt die neue Rolle konkret mit sich?
Gemeinsam wurde erarbeitet, wie sich die Rolle von der Selbstständigkeit hin zur Führungsverantwortung entwickelt. Dabei ging es nicht um vorgefertigte Führungskonzepte, sondern um die Frage: Wie möchte sie führen? Was ist ihr wichtig? Und wie passt Führung zu ihr, zu ihren Werten und zu ihrem Unternehmen?
Parallel dazu brachte die Geschäftsführerin konkrete Situationen aus ihrem Alltag mit in die Begleitung, insbesondere dort, wo Führung sich ungewohnt oder herausfordernd anfühlte. Diese Situationen wurden gemeinsam reflektiert, eingeordnet und weitergedacht. Ziel war es nicht, fertige Lösungen vorzugeben, sondern die Geschäftsführerin dabei zu unterstützen, eigene Antworten zu entwickeln und den Blick zunehmend aus der Führungsrolle heraus zu schärfen.
Die Begleitung verband dabei fachliche Impulse mit Raum für aktuelle Fragen und Unsicherheiten. So konnte Führung Schritt für Schritt aufgebaut werden, nah an der Praxis und passend zur individuellen Situation.
Ergebnisse & Wirkung
Im Verlauf der Begleitung veränderte sich vor allem der Umgang mit Führung im Alltag. Die Geschäftsführerin gewann zunehmend innere Ruhe und konnte Situationen bewusster begegnen, anstatt sofort zu reagieren. Entscheidungen wurden weniger aus dem Impuls heraus getroffen und stärker reflektiert. Ein wesentlicher Schritt war die klarere Kommunikation von Erwartungen und Wünschen. Anstatt darauf zu hoffen, dass Anforderungen unausgesprochen verstanden werden, wurden diese offen benannt. Das schuf Orientierung und entlastete die Zusammenarbeit. Gleichzeitig entwickelte sich mehr Vertrauen in die Mitarbeitenden und in unterschiedliche Arbeitsweisen. Durch neue Perspektiven wurde deutlich, dass gute Ergebnisse auf verschiedenen Wegen entstehen können. Führung wurde damit weniger kontrollierend und stärker gestaltend. Diese Veränderungen wirkten sich nicht nur auf den eigenen Arbeitsalltag aus, sondern auch auf das Team. Die Zusammenarbeit wurde klarer, ruhiger und verbindlicher. Für die Geschäftsführerin entstand spürbare Entlastung und mehr Sicherheit in der eigenen Führungsrolle.
Zusammen Arbeiten
